Workshops

Im Rahmen des Projektes sind drei Workshops vorgesehen, die einen wesentlichen Teil des Projekts darstellen. Sie dienen sowohl der Vernetzung von Vertretern der maritimen Wirtschaft, der Energiebranche und Forschern und Entwicklern als auch der fachlichen Erarbeitung von Fragestellungen und Lösungsansätzen zum Thema „Wasserstoff in der maritimen Wirtschaft“. Die Workshops werden an verschiedenen Standorten der Metropolregion durchgeführt und sind für alle Interessierten offen. Ziel der Workshops ist es durch die Vernetzung der involvierten Branchen und Bereitstellung von fachlichen Informationen konkrete Ideen für Anwendungen zu entwickeln und eventuell Partnerkonsortien für eine Durchführung zu bilden.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen zu den Workshops.

Der erste Workshop fand am 13.1.2015 im timeport 2 in Bremerhaven statt. Mit über 50 Teilnehmern aus vielen Bereichen der maritimen und Energiewirtschaft, sowie Vertretern aus Forschung und Entwicklung war der Workshop überaus gut besucht und konnte neue Anstöße für das Thema Wasserstoff in der Region geben. Der Fokus des Workshops lag auf der Vorstellung des Projekts und darauf, grundlegende Informationen zum Thema bereitzustellen. Dies geschah mit interessanten Vorträgen vom ttz Bremerhaven, der Jadehochschule, der Arbeitsgruppe für regionale Struktur und Umweltforschung GmbH und dem Forschungsinstitut Next Energy. Prof. Ralf Brauners Vortrag über Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoffanwendungen in der maritimen Wirtschaft stellte bestehende Anwendungen auf Schiffen und der Hafenwirtschaft und innovative Ideen vor. Im Vortrag von Prof. Ulrich Scheele wurde die Erneuerbare Energie in der Region Nordwest etwas genauer beleuchtet.

Neben dem Potential der erneuerbaren Energie in Norddeutschland wurden aber auch klimapolitische Ziele, die Energiewende und deren Auswirkungen auf die Energieversorgung allgemein und regional dargestellt.

Im Vortrag „Wasserstoff und dessen Anwendungspotential in der maritimen Wirtschaft“ führte Dr. Alexander Dyck in die Technologien zur Nutzung von Wasserstoff ein und beschrieb bekannte Anwendungen und weitere Aussichten.

Die Vorstellung und damit die Erläuterung der Absichten und Ziele des Projekts erfolgte durch Günther Schumacher vom ttz Bremerhaven. Die Vorträge wurden von interessanten Diskussionen begleitet in denen hauptsächlich die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Technologien ein Thema waren. Zudem wurde den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben eigene Ideen und Fragen auf einer Pinnwand einzubringen. Dabei wurden konkrete Ideen zum Einsatz in z.B. Flurförderfahrzeuge aber auch Fragen und Vorschläge zur Umsetzung neuer Projekte eingebracht. Damit wurde ein wichtiges Ziel des Projekts, nämlich die angesprochenen Vertreter der Industrien zur Mitarbeit zu bewegen und eigene Ideen vorzuschlagen erreicht.

Die Vorträge können hier heruntergeladen werden.

 

 

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Der zweite Workshop wurde am 23.06.2015 im TGO in Oldenburg durchgeführt. Mit rund 75 interessierten Teilnehmern hat die Veranstaltung erneut eine erfreulich große Resonanz erhalten. Darunter waren Vertreter aus maritimer und Energiewirtschaft sowie der Wasserstofftechnologie. Neben Fachvorträgen als Impulsgeber lag der Schwerpunkt dieses Workshops vor allem auf der Entwicklung von Ideen und Strategien, um den Einsatz von Wasserstoff in der maritimen Wirtschaft zu realisieren.

In einem interessanten Vortrag hat Sebastian Goldner von der Proton Motor Fuel Cell GmbH über das Modellprojekt der FCS Alsterwasser berichtet. Die technischen und genehmigungsrechtlichen Aspekte des mit Brennstoffzellen betriebenen Schiffes wurden dabei besonders beleuchtet.

Die Gruppe von Masterstudierenden der Jade Hochschule in Elsfleth hat ihre Ergebnisse einer Potenzialanalyse über die Implementierung von Wasserstoff als Energieträger in der maritimen Wirtschaft vorgestellt. Sie entwickelten dafür zwei unterschiedliche Szenarien für die Versorgung mit Wasserstoff – exemplarisch für drei Schiffe sowie spezielle Anwendungen im Hafen.

Herr Prof. Scheele und Herr Stolzenburg haben den Teilnehmern eine Übersicht über die Inhalte der Studien gegeben, die sie im Rahmen des Projekts anfertigen. Die Ergebnisse der Potentialstudie über erneuerbare Energien in der Metropolregion Nordwest sowie der Technologiestudie im Bereich Wasserstoff sollen im 3. Workshop im Herbst 2015 vorgestellt werden.

Nach einem Austausch bei Kaffee und Kuchen wurde im zweiten Teil der Veranstaltung von den Teilnehmern in Kleingruppen diskutiert, wie ein Einsatz von Wasserstofftechnologie im maritimen Umfeld gelingen kann. Alle Gruppen haben sich dabei an denselben Kernfragen orientiert, z.B. welche Nutzungsformen vorstellbar sind, welche Umsetzungsschritte dafür notwendig sind oder unter welchen Voraussetzungen eine Wirtschaftlichkeit erwartet wird. Die verschiedenen Gruppen haben sich dabei an unterschiedlichen Randbedingungen orientiert: Dem Einsatz an Land, dem Einsatz auf See oder an deren Schnittstelle. Ziel der Diskussionsrunde war es Schnittstellen und Anknüpfungspunkte zwischen den involvierten Industriegruppen zu finden. In den Gruppen haben die Vertreter der verschiedenen Wirtschaftsbereiche in lebhaften Diskussionen einige neue Anregungen zum maritimen Einsatz von Wasserstoff entwickelt.

Die Vorträge sowie die zusammengefassten Workshop-Ergebnisse aus den Gruppen können hier heruntergeladen werden.

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Der dritte Workshop im Rahmen des Projekts „Wasserstoff als regenerativer Energiespeicher für die maritime Wirtschaft“ wurde am 12. November 2015 im Haus der Bürgerschaft in Bremen durchgeführt. Der Workshop war mit 50 Teilnehmern aus verschiedenen Industriezweigen gut besucht. Auf dem Workshop wurden die zwei projektbegleitenden Kurzstudien und ein Vortrag zum Einsatz und Perspektiven von Wasserstoffgabelstaplern präsentiert. Herr Prof. Scheele von der ARSU GmbH trug zum Potential der erneuerbaren Energie und der energiewirtschaftlichen Einordnung vor. Herr Stolzenburg von der Planet GbR stellte existierende Wasserstofftechnologie vor und bewertete sie anhand hafentypischer Anwendungen. Informationen zum praktischen Einsatz von Wasserstoffgabelstaplern und deren Perspektive kamen von Herrn Landinger von der LBST.
Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer regen Diskussion zu möglichen Einsatzgebieten in der regionalen maritimen Wirtschaft. Dabei wurde auf die Nutzung von ortsspezifischen Bedingungen hingewiesen, wie sie bei der Lagerhaltung in Kühlhäusern oder den Speichermöglichkeiten in Norddeutschland vorhanden sind. Hier könnten sich Synergieeffekte entwickeln, die einen Einsatz erleichtern. Außerdem sollte die Außenwirkung durch weit sichtbare Projekte, wie im Nahverkehr, gefördert werden. Dies könnte durch einen Zusammenschluss der interessierten Parteien unterstützt werden. Mit den Informationen und Eindrücken, die in den drei durchgeführten Workshops gesammelt wurden, können weitere und konkrete Ideen entwickelt werden. Durch die Vernetzung der unterschiedlichen Wirtschaftsvertreter stehen nun auch kompetente Ansprechpartner für eine praktische Umsetzung zur Verfügung.

 

Die Vorträge können hier heruntergeladen werden.